Leider konnte unsere erste Männermannschaft nicht für eine Überraschung und den damit verbundenen ersten Punktverlust für die zweite Mannschaft des ZFC Meuselwitz sorgen. In der 93. Spielminute nutzte Teßmer eine der wenigen Unachtsamkeiten in der Rositzer Hintermannschaft zum 1:0 Siegtreffer.
Die knapp 400 Besucher bekamen über die komplette Spielzeit ein chancenarmes Derby zu sehen. Unsere Mannschaft stand hinten sicher und ließ sehr wenig zu. Die hochgelobte ZFC-Offensive endete zumeist in der gutstehenden Rositzer Abwehrkette. Aber nach vorn schaffte es der SVR nicht, genügend entscheidende Nadelstiche zu setzten.
In der ersten Hälfte passierte demzufolge nicht viel. Einziger Aufreger in der Anfangsphase: der Rositzer Torwart Eric Fleißner wird unsauber angespielt und verliert den Ball gegen den Gästestürmer Burghold, den folgenden Querpass setzte Mohamed allerdings weit neben den Kasten der Hausherren. Gegen Ende des ersten Spielabschnitts wurde es noch einmal hektisch. Erst wird Mohamed im Rositzer Strafraum grenzwertig vom Ball getrennt, dann wurde der Rositzer Angreifer Max Kühne, als dieser alleine auf den Gästekeeper Kroner zulief, rot würdig von den Beinen geholt. Ergebnis: Kein Elfer auf der einen und gelbe statt rote Karte auf der anderen Seite. Kann man so entscheiden – ausgleichende Gerechtigkeit könnte man sagen. Torlos ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel ein unverändertes Bild. Beide Torhüter mussten nicht einmal ernsthaft eingreifen. Das Leben machten sich die Gastgeber in der 67. Minute selber schwer. Ein eigentlich harmloser langer Zipsendorfer Ball sorgte für Verwirrung zwischen Rositzer Verteidiger und dem Torwart. Fehlende Kommunikation – Mohamed spritzt dazwischen – Keeper Fleißner foult. Rote Karte, ohne Frage berechtigt. Der anschließende Freistoß ging in die Mauer.
Dann zwei Aufreger in der anderen Hälfte. Erst vertauscht der Linienrichter passives und aktives Abseits und verhindert damit einen Alleingang von Sven Wilhelm Rentzsch auf dem Meuselwitzer Kasten, dann wird Maik Wegner klar im Gästestrafraum gefoult, auch hier hatte der Linienrichter klare Sicht. Sehr unglücklich aus Rositzer Sicht. Ansonsten hatte zumindest Hauptschiedsrichter Kropfelder die Partie jederzeit im Griff. Auch eine Rudelbildung zwischen Kevin Vogel und Mohamed moderierte er souverän und gab beiden berechtigterweise die gelbe Karte. Leider wurden die nun schwindenden Kräfte und das dadurch zunehmend schwächelnde Zweikampfverhalten in der Nachspielzeit zum Rositzer Verhängnis. Der lange Flankenball und die beiden folgenden Kopfbälle im Strafraum der Gastgeber wurden nicht entscheidend genug gestört, so dass die Gäste doch noch den umjubelnden Siegtreffer erzielen konnten. Kurze Zeit später hatte Maik Wegner noch die Chance zum Ausgleich. Daneben. Schlusspfiff. Niederlage. Ärgerlich.
Am kommenden Sonntag heißt es schon wieder Heimspiel im „LSS-Sportpark“. Der Gegner ist diesmal der Zweitplatzierte aus Niederpöllnitz.
Fotos: Brigit Wegner






